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Sind große Autos sicherer als kleine Stadtautos?

16 März 2021

SUVs gelten als sicherer wie kleinere Autos. Der Grund dafür ist die Überzeugung, dass ihre massivere Bauweise die Passagiere im Falle eines Aufpralls besser schützt. Aber sind Gewicht und Größe wirklich von Bedeutung?

Im Allgemeinen wird angenommen, dass große und massive Fahrzeuge die Insassen bei einem Aufprall besser schützen. Dies ist in den Gesetzen der Physik begründet. Je länger die Knautschzone ist, desto besser kann die Fahrzeugstruktur die Belastungen aufnehmen. Aber es lohnt sich, daran zu denken, dass alle modernen Autos über sorgfältig entwickelte passive Sicherheitssysteme verfügen, die maximalen Schutz bieten. Bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Autos ist das Fahrzeuggewicht von Bedeutung. Bei einem Frontalaufprall schiebt das größere Auto das kleinere Auto vor sich her. Die Insassen des größeren Fahrzeugs sind daher weniger Kräften ausgesetzt als die des kleineren Fahrzeugs. Auch wenn beide Autos mit hochwertigen Sicherheitssystemen ausgestattet sind. In den letzten Jahren haben die Hersteller jedoch Änderungen vorgenommen, um "Chancengleichheit" für Autos unterschiedlicher Größe zu schaffen.

Passive Sicherheitssysteme in SUVs im Wandel

Es steht außer Frage, dass bei einem Zusammenstoß mit einem SUV das kleinere Auto im Nachteil ist. Selbst wenn beide Fahrzeuge in den Standard-Crashtests die gleiche Punktzahl erreichen. Es ist auch erwähnenswert, dass die bis vor kurzem produzierten SUVs und Pickups eine größere Bedrohung für kleinere Autos darstellten. Ihre passiven Sicherheitsstrukturen befanden sich hoch oben. In manchen Fällen kann ein höheres Auto sogar auf das Dach eines kleineren Fahrzeugs auffahren. Durch den hohen, oft metallischen Stoßfänger entstand auch mehr Gefahr für Fußgänger. Deshalb werden heute moderne Kunststoffe zur Herstellung von Stoßfängern verwendet, die allen Verkehrsteilnehmern Schutz bieten.

SUV und Pick-up Trucks vs. Kleinwagen – Crashanalysen

Stoßfänger-Element aus EPP
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Stoßfänger-Element aus EPP.

Das Institute for Highway Safety Association hat eine Analyse von Unfällen durchgeführt, die sich in den frühen 2000er Jahren ereignet haben. Besonderes Augenmerk wurde auf Situationen gelegt, in denen zwei Fahrzeuge unterschiedlicher Größe zusammenstießen. Es stellte sich heraus, dass die damals hergestellten SUVs und Pick-ups bei Kollisionen mit kleineren Autos mehr Todesopfer forderten als beispielsweise Minivans. Deshalb haben die Automobilhersteller in den letzten Jahren zahlreiche Änderungen an den passiven Sicherheitssystemen vorgenommen. Dabei ging es nicht nur um die Verbesserung der Schutzvorrichtungen, sondern auch um die Annäherung dieser Konstruktionen in verschiedenen Autos.

Kann ein kleines Stadtauto sicherer sein als ein SUV?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig. Das Baujahr und die Ausstattung des Autos sind wichtig, aber auch die Fähigkeiten des Fahrers. Die Sicherheitsstandards, das Design und die Technologie entwickeln sich ständig weiter. Deshalb kann ein neues, kleines Stadtauto einen besseren Schutz für seine Insassen bieten als ein älterer SUV. Autos haben heute viel umfangreichere passive Sicherheitsstrukturen. Ihre zahlreichen Komponenten sind aus sehr starken Dämpfungsmaterialien, wie z.B. EPP geschäumtem Polypropylen, gefertigt. Es ist auch zu bedenken, dass kleine Autos wendiger und besser beherrschbar sind, wodurch manchmal gefährliche Situationen vermieden werden können. Die einfache Handhabung beim Manövrieren oder Einparken kann für weniger geübte Fahrer ein großer Vorteil sein. Dagegen hatten zehn Jahre alte, große Fahrzeuge eine weniger verstärkte Konstruktion, die bei einem Überschlag weniger zum Schutz der Insassen beitrug. Außerdem fehlte ihnen die moderne Elektronik und das ESP-System, was gerade bei großen Autos wichtig ist. Diese Lösung gehört erst seit 2012 zur Pflichtausstattung von Fahrzeugen.

Das Geheimnis der passiven Sicherheitssysteme in modernen Autos

Kopfstützenfüllungen aus EPP können problemlos mit anderen Materialien kombiniert werden.
Kopfstützenfüllungen aus EPP können problemlos mit anderen Materialien kombiniert werden.

Im Alltag sind wir uns ihrer Anwesenheit gar nicht bewusst. In Extremsituationen sind sie ein wirksamer und manchmal der einzige Schutz für Leben und Gesundheit der Insassen von Fahrzeugen aller Art. Die Basis der passiven Sicherheitssysteme ist die vordere kontrollierte Knautschzone. Sie nimmt die Hauptlast des Aufpralls noch vor der Fahrgastzelle auf. Sie enthalten darüber hinaus viele Komponenten mit vielfältigen Funktionen. Sie sollen die Körperposition stabilisieren und für Komfort sorgen, aber auch Schwingungen und Überlast abfangen. Die meisten von ihnen werden heute aus modernen geschäumten Kunststoffen wie EPP hergestellt. Dieser Werkstoff wird unter anderem für die Herstellung von Elementen zur Dämpfung und Abdeckung des Kühlers verwendet, da er den Aufprall perfekt dämpft.

Er ist so belastbar, dass er nicht in Stücke zerfällt, sondern nur eine vorübergehende Verformung erfährt. Außerdem ist er im Innenraum von Fahrzeugen zu finden. Er wird zur Herstellung von Auto-Kopfstützen verwendet, die den Nackenbereich stabilisieren und schützen. Bei der Verwendung in Rückenlehnen und Sitzen hält er die Position des Körpers aufrecht. Während Autotürfüllungen daraus wirksam Seitenstöße dämpfen. Außerdem bestehen Dachhimmel und Bodenverkleidungen aus geschäumtem Polypropylen. EPP-Fußrasten wiederum sorgen für eine komfortable Position der Beine während der Fahrt. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die Sicherheit hauptsächlich von den Fahrern selbst und dem Grad ihrer Konzentration bestimmt wird.

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