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Kreislaufwirtschaft und lineare Wertschöpfungskette – was ist besser für den Verarbeitungssektor?

05 Juli 2022

Die Wertschöpfungskette veranschaulicht die Abfolge der verschiedenen Maßnahmen, die von Unternehmen ergriffen werden, um den Wert oder die Reichweite eines Produkts zu erhöhen. Es handelt sich dabei um eines in den 1980er Jahren weit verbreiteten und bis heute vorherrschenden Managementkonzepts. Die Wertschöpfungskette bietet eine umfassendere Sicht auf ein bestimmtes Unternehmen – sie ist eine Kombination aller Aktivitäten, die von einer bestimmten Geschäftseinheit ausgeführt werden. Wir unterscheiden in erster Linie zwischen linearen und geschlossenen Modellen der Wertschöpfungskette – worin bestehen die Unterschiede zwischen diesen Ansätzen?     

Was ist Kreislaufwirtschaft?

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft ist ein von Unternehmern zunehmend diskutiertes Thema. Die Möglichkeit der Wiederverwendung von Werkstoffen ist nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf den Umweltschutz eine äußerst attraktive Perspektive. Es ist eine deutliche Abkehr von der ursprünglichen Norm, die die Anfänge der Produktion kennzeichnete, als ein lineares Modell vorherrschte – der erste Schritt bestand darin, die richtigen Rohstoffe zu sammeln, sie dann in ein Produkt umzuwandeln, sie zu vertreiben und zu verwerten und sie schließlich wegzuwerfen.

Der lineare Ansatz lässt sich zwar sehr einfach umsetzen, bringt aber wenig Nutzen. Ein Großteil der Werkstoffe, die wiederverwendet werden könnten, wird einfach verschwendet, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führt und die Umwelt durch die Produktion stark belastet. Heute entscheiden sich immer mehr Unternehmen für kostengünstigere und verantwortungsvollere Lösungen – vor allem für die so genannte Kreislaufwirtschaft oder eine „zirkuläre“ Wertschöpfungskette.

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Die Kreislaufwirtschaft – Definition und Praktiken, die eine Kreislaufwirtschaft fördern

Die Kreislaufwirtschaft ist ein in den späten 1980er Jahren entstandenes Konzept, das seine größte Verbreitung jedoch erst nach dem Jahr 2000 fand. In den letzten Jahren wird die Vision der Entwicklung verschiedener Organisationen und Unternehmen weitgehend von diesem Ansatz geleitet – es ist bemerkenswert, dass der neue Plan der Europäischen Union von 2014 genau auf dieses seit 2020 umgesetzte Modell ausgerichtet ist.

Wie werden die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft umgesetzt?

Die Kreislaufwirtschaft beruht vorrangig auf der rationellen Nutzung von Ressourcen und der Begrenzung der schädlichen Auswirkungen der erzeugten Produkte auf die Umwelt. Die wichtigste Annahme ist, die verwendeten Rohstoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu belassen – bis sie ihre Eigenschaften vollständig verlieren. Auf diese Weise lässt sich das Abfallaufkommen auf ein Minimum reduzieren. Wenn der Lebenszyklus eines Produkts zu Ende ist, sollten alle seine Reste in der Wirtschaft verbleiben, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederverwendet werden können.     

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Kreislaufwirtschaft kontra lineare Wertschöpfungskette

Die Kreislaufwirtschaft steht im Gegensatz zu dem bis vor kurzem vorherrschenden Managementansatz. Das traditionelle, lineare Wirtschaftsmodell hat die Wiederverwendung von Rohstoffen und Abfällen nicht in Betracht gezogen. Infolgedessen erfordert es die Verwendung erheblicher Mengen billiger Werkstoffe sowie die Einführung der so genannten geplanten Obsoleszenz, d. h. Produkte werden so konzipiert, dass sie nach einer bestimmten Zeit einfach nicht mehr funktionieren.

Unternehmen, die auf das Modell der geschlossenen Wertschöpfungskette setzen, bereiten gebrauchte Teile wieder auf oder schmelzen Werkstoffe wieder ein, um sie in ihre Ausgangsform zurückzuführen, anstatt Wegwerfprodukte zu fertigen. Dadurch werden sie wiederverwendbar – in manchen Fällen sogar in einer völlig anderen Branche. Es ist bemerkenswert, dass das Modell der Kreislaufwirtschaft den heutigen Unternehmen viele Vorteile bietet. Ist ein solches Modell einmal eingeführt, können die Unternehmen Geld für einzelne Rohstoffe einsparen, leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und verringern die Auswirkungen der Preisschwankungen auf dem Markt.

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Wie verändert die Kreislaufwirtschaft die Automobilbranche?

Die Kreislaufwirtschaft setzt sich auch in der Automobilbranche immer mehr durch. Viele Bauteile, die von Automobilherstellern erzeugt werden, bestehen aus vielseitigen Werkstoffen, die in Zukunft erfolgreich wiederverwendet werden können. Es ist erwähnenswert, dass die verarbeitende Industrie, also auch die Automobilindustrie, für den Ausstoß von etwa 19 % aller Treibhausgase in die Atmosphäre verantwortlich ist. Daher müssen sich die Automobilunternehmen neben der Energieeffizienz auch auf die Möglichkeit der Wiederverwendung der bei der Produktion anfallenden Teile und Abfälle konzentrieren.

Ergebnisse der CO2-Kreislaufwirtschaft

Nach einer von Accenture durchgeführten Analyse hat die Automobilindustrie ihren Weg zur vollständigen Umsetzung der Kreislaufwirtschaft erst begonnen, doch bis 2035 sollten die größten Unternehmen die Voraussetzungen dieses Konzepts erfüllen. Infolgedessen könnte der Kohlendioxidausstoß in diesem Sektor um bis zu 75 % reduziert werden.

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Lösungen für die Kunststoff-Kreislaufwirtschaft mit wiederverwendbaren EPP-Verpackungen von Knauf Industries

Der Unternehmensverbund Knauf Industries liefert Kunststoffprodukte wie expandiertes Polystyrol (EPS) und Polypropylen (EPP) an eine Vielzahl von Industriezweigen. Diese Werkstoffe bieten eine Reihe einzigartiger Eigenschaften, die einen vielseitigen Einsatz in der Industrie ermöglichen. Das Unternehmen engagiert sich besonders für die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und der Rücknahmelogistik – ein Beispiel sind die ultraleichten, wiederverwendbaren EPP-Verpackungen von Knauf für die Automobilindustrie. Maßgeschneiderte Mehrweg-Schaumstoffverpackungen sowie Standard-Komebac®-Behälter haben hervorragende Isoliereigenschaften, können viele Male wiederverwendet werden und sind zu 100 % recycelbar.

Der Einsatz von Mehrwegverpackungen ist eine der effektivsten Möglichkeiten, um das Aufkommen unnötiger Abfälle zu reduzieren – diese Art von Lösung lohnt sich auch in der Automobilbranche.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie weitere Lösungen für maßgeschneiderte nachhaltige Verpackungen für Ihr Unternehmen benötigen.

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